So fasst man gute Vorsätze

Und jährlich grüßt das Murmeltier – Warum die guten Vorsätze nur Vorsätze bleiben

Sie kennen das doch bestimmt auch: jedes Jahr beginnt das gleiche Spiel aufs Neue. Sie setzen sich gute Vorsätze, die Sie mit Beginn des neuen Jahres umsetzen möchte. Sie möchte mit dem Rauchen aufhören, mehr Zeit mit der Familie verbringen, mehr Sport treiben, abnehmen, etc.

Die Medien und die Fitnesscenter sind bestens für dieses jährliche Phänomen vorbereitet. So sind plötzlich die Zeitungen und Zeitschriften voll mit Tipps zur Ernährung und Gewichtsabnahme. Die Fitnesscenter locken mit tollen Einstiegsangeboten und sind ab dem 02. Januar brechend voll.

Sie stellen die großen Gewinner dar, aber meist nicht Sie selbst.  Denn leider bleibt es in den meisten Fällen beim guten Vorsatz.

Woran das liegt und wie Sie das erfolgreich ändern können beschreibe ich in diesem Artikel.

Gründe für das Scheitern von Vorsätzen

Laut Duden wird der Begriff Vorsatz wie folgt definiert:“etwas, was sich jemand bewusst, entschlossen vorgenommen hat; feste Absicht; fester Entschluss“. In dieser Definition liegt eigentlich schon die Antwort für das Problem.

Folgende Gründe können zur erfolglosen Umsetzung der guten Vorsätze führen:

  • Sie haben sich den Vorsatz aus rein rationalen Gründen vorgenommen. Es fehlt Ihnen eigentlich eine innere Überzeugung es auch wirklich umzusetzen. So finden Sie dann schnell Ausreden, um wieder alles über den Haufen zu werfen.
  • Der Vorsatz wurde von Außen vorgegeben, wie z.B. die Ehefrau, die sich von ihrem Mann wünscht, dass er doch mal mehr auf seine Gesundheit achten sollte und der Bauch stört sie auch.
  • Der Vorsatz wurde zu vage von Ihnen formuliert und lässt dadurch viel Spielraum. Spielraum wiederum schafft Raum für Ausreden und Interpretationsmöglichkeiten.
  • Sie haben sich zu viel vorgenommen. Einer der häufigsten Fehler. Das Ziel ist gleich so groß, dass Sie eigentlich schon von Anfang an wissen, dass es nicht erreichbar ist. Sie sind völlig überfordert.
  • Ein Vorsatz ist nur ein Wunsch und damit zu unkonkret. Auch hier ist wieder viel Raum für Ausreden und Interpretationsmöglichkeiten.

 

Gehen Sie den nächsten Schritt: Ziele statt nur Vorsätze

Ich bin ein Freund der guten Vorsätze. Warum? Sie veranlassen einen dazu darüber nachzudenken, was man ändern möchte und setzen einen Startpunkt für die Umsetzung. So verlässt man die eigene Komfortzone. Nur wenn Sie sich dieser  Herausforderung stellen, können Sie sich weiterentwickeln. Und das wiederum löst Zufriedenheit aus und stärkt Ihr Selbstbewusstsein.

Es reicht nicht, sich einfach nur zu sagen, dass Sie z.B. ab dem nächsten Jahr mehr für die eigene Gesundheit tun möchten. Seien Sie nicht planlos, sondern machen Sie sich einen Plan. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihre Bemühungen auch erfolgreich sein werden. Ansonsten laufen Sie Gefahr sich im Kreis zu drehen. Das Ergebnis: Frustration und Aufgabe.

Hierfür müssen Sie zunächst ein klares Ziel haben. Im Gegensatz zum Vorsatz ist ein Ziel konkret und legt ganz genau fest was zur Zielerreichung erforderlich ist.

Die „SMART“-Formel ist ein hilfreiches Mittel, um Ziele präzise zu formulieren:

  • S: das Ziel muss spezifisch sein
  • M: das Ziel muss messbar sein
  • A: das Ziel muss für einen persönlich attraktiv sein
  • R: das Ziel muss realistisch sein
  • T: das Ziel muss terminiert sein

SMART ein Ziel definieren

Ein Ziel, dass diese Kriterien erfüllt, könnte z.B. folgendermaßen für Sie lauten: “Ich möchte in den nächsten 3 Monaten 2 kg Muskelmasse aufbauen.”

Um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen, unterteilen Sie nun Ihr Ziel in weitere Teilziele, sozusagen Zwischenetappen.

Eine große Rolle bei der Zielerreichung spielen die Rahmenbedingungen. Schaffen Sie sich Anreize und gönnen Sie sich etwas, um den Weg zum Ziel möglichst angenehm zu gestalten. Kaufen Sie sich die Sportschuhe, die sie schon länger im Blick hatten als Startzeichen. Belohnen Sie sich bei  Erreichen eines Zwischenzieles z.B. mit dem Einkauf von Kleidung, die sich vorher gar nicht tragen konnten.

Damit Sie sich nicht überfordern, sollten Sie sich zudem nur ein einziges Ziel vornehmen, auf das sie sich dann auch ausschließlich konzentrieren können. So bleiben Sie fokussiert.

Strategien zur Zielerreichung

Mit einer klaren Zieldefinition haben Sie den ersten Schritt zur Zielerreichung geschafft. Damit es auch mit der Umsetzung klappt, bieten sich die folgenden vier Strategien an:

  • Stellen Sie sich im nächsten Schritt die Frage, warum Sie dieses Ziel erreichen möchten. Was treibt Sie an? Was ist die dahinterstehende Motivation? Wenn Sie zum Beispiel Gewichtsabnahme als Ziel haben, sollten Sie sich fragen, warum Sie das eigentlich möchten. Möchten Sie durch die Gewichtsabnahme wieder agiler und aktiver werden, um dann mit Ihrem Jungen Fußball spielen zu können? Fällt Ihnen der Alltag immer schwerer, da Sie schon bei wenigen Treppenstufen außer Atem sind? Fühlen Sie sich in Ihrer Kleidung nicht mehr wohl? Mit dem Erkennen der Beweggründe, bleibt es nicht nur beim abstrakten Ziel, sondern es macht nun auch für Sie persönlich Sinn das Ziel anzustreben.
  • Wie wichtig ist Ihnen das Ziel? Wie hoch ist der Leidensdruck bzw. Ihre Motivation? Überlegen Sie sich wie hoch Sie das Ziel auf einer Skala von eins bis zehn ansetzen würden. Die Wichtigkeit liegt unter acht? Dann vergessen Sie es. Sie müssen für das Ziel brennen. Ihre Motivation wäre bei einem Wert unter acht nicht ausreichend hoch genug.
  • Versuchen Sie sich ein Bild von Ihrem Ziel zu machen. Wie wird es sein, beim Treppen steigen keine Probleme zu haben? Welche Kleidung möchten Sie gerne kaufen? Schreiben Sie sich Ihre Zieldefinition und Ihr Bild von dem Ziel auf. Das ist es, was Sie sich von nun an täglich bewusstmachen sollten. Jedes Mal, wenn Sie z.B. versuchen eine Ausrede für das Training zu finden, holen Sie diese Notizen hervor und schon wird es Ihnen leichter fallen. Zudem werden Sie nach dem Training umso zufriedener mit sich sein, da Sie es durchziehen und merken wie Sie Schritt für Schritt Ihrem Ziel näherkommen.
  • Konzentrieren Sie sich auf die positiven Aspekte Ihres Zieles und dessen Auswirkungen auf Ihr Leben. Ihr Ziel sollte nicht als Einschränkung wahrgenommen werden, sondern als ein positiver Zugewinn in Ihrer Lebensqualität. Ganz wichtig: vergessen Sie nicht, sich auch immer wieder zu belohnen. Feiern Sie die kleinen Siege. So werden Sie auch den nächsten Schritt motiviert angehen.

 

Viel Erfolg beim Erreichen Ihrer Ziele. Veränderung ist nicht leicht, aber es lohnt sich!

Lassen Sie mich doch wissen, ob und wie Sie Ihre Ziele erreicht haben. Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

 

Ihr Dr. Dirk Hardt

gute Vorsätze, Motivation, Neujahrswünsche, Zieldefinition

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